SPD Ortsverein Hersbruck
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Quelle: Hersbrucker Zeitung

Der 35-Jährige will bei den Kommunalwahlen im kommenden Jahr ins Hersbrucker Rathaus einziehen – Viele Ideen vom Gründerzentrum bis zum Tourismus

HERSBRUCK (kb) – Die SPD Ortsvereine Altensittenbach und Hersbruck haben entschieden: Sie schicken Achim Stötzner bei den Kommunalwahlen 2020 ins Rennen um das Bürgermeisteramt!
Bei der Mitgliederversammlung der beiden Ortsvereine erntet der Hersbrucker viel Applaus für seine Rede. In der skizzierte der 35-Jährige, was er alles vorhat. Und das ist eine Menge. Die Partnerschaften mit Lossiemouth, San Daniele und Hilterfingen möchte er pflegen, die Innenstadt zum Einkaufsparadies machen, den Hersbruck-Gutschein weiterentwickeln und sich für den Wirtschaftsstandort einsetzen. Es brauche Gewerbegebiete, in denen Betriebe rechtssicher wachsen können, betont er. Und er will Hersbruck für Gründer attraktiv machen. Aus dem ehemaligen „Modehaus am Markt“ könnte dabei ein Gründerzentrum werden.
Was die Infrastruktur anbelangt, da sei die Lage Hersbrucks zwar ideal, dennoch gebe es hier viel zutun: der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs rechts der Pegnitz zum Beispiel, die Lösung des Parkplatzproblems dort und die längst überfällige Elektrifizierung der rechten Bahnstrecke. Auch ein genauer Blick auf das Stadtbusnetz lohne sich. Den Fahrradverkehr möchte Stötzner fördern und mehr Radler in die Innenstadt locken, „beispielsweise durch die Aufhebung von Einbahnstraßen für Radfahrer.“
Kindergärten sowie Grund- und Mittelschule bräuchten eine gute Ausstattung. „Es darf hier nicht zu Versäumnissen aus Geldmangel kommen“, erklärt er. Deutlich spricht er sich gegen eine weitere Reduzierung der Öffnungszeiten in der Stadtbücherei und gegen Kürzungen bei der Jugendarbeit aus.
Der 35-Jährige, der bei H-Hotels in Süddeutschland und Österreich für den touristischen Vertrieb zuständig ist, setzt auf Fairtrade und Cittaslow, auf Nachhaltigkeit und Regionalität. Das gelte es besser zu vermarkten. Auch im Tourismusbereich könne die Hersbrucker Schweiz ihr Potenzial mehr nutzen. Dazu bräuchte es mehr Übernachtungsmöglichkeiten, nicht nur in Form von Hotels, sondern auch in Form von mehr Camping-Stellplätzen. Und eine „Hersbrucker Marketing- und Tourismuszentrale“, am besten in Bahnhofsnähe. Beim Hirtenmuseum will Stötzner die Öffnungszeiten wieder ausweiten. „Solch eine Attraktion dürfen wir nicht zu Tode sparen“, sagt er.

Nominierung 2019

Der frisch nominierte SPD-Bürgermeisterkandidat Achim Stötzner (Mitte) setzt auf ein starkes Team hinter sich: Lukas Ott (Juso-Vorsitzender Nürnberger Land), Jörg Fritsch (Bürgermeister Pommelsbrunn), Stadträtin Claudia Häffner, Adolf Loos (Vorsitzender SPD Altensittenbach), Stadtrat Stephan Krimm, Martina Baumann (Bürgermeisterin Neunkirchen am Sand), Hersbrucks Alt-Bürgermeister Wolfgang Plattmeier und Stadtrat Guido Schmidt.
Foto: K. Bub

Zeit für Kontroversen

 Vor allem aber möchte Stötzner eine „konstruktive und sachliche Diskussionskultur pflegen“. Bürger will er in die Entscheidungen einbinden. „Diskussionen und Kontroversen sollen, ja müssen stattfinden“, betont er. Die SPD-Mitglieder sind von Stötzners Ausführungen begeistert. Bis auf eine Enthaltung stimmen am Ende alle für ihn. Die Sozialdemokraten haben ihren Bürgermeisterkandidaten gefunden.