SPD Ortsverein Hersbruck
Recht auf Arbeit

07. April 2019 - Quelle: SPD Deutschland

Nach Grundrente und Arbeitsmarkt stellt SPD-Chefin Andrea Nahles ein umfassendes Konzept für die Pflege der Zukunft vor. Ziel ist, die Pflege so zu organisieren, dass sich jede und jeder darauf verlassen kann, im Alter gut gepflegt zu werden, von qualifiziertem und gut bezahltem Personal – und, dass die Pflege bezahlbar bleibt.

Mit ihrer Pflege-Offensive will sich die SPD-Vorsitzende sowohl um Menschen, die Hilfe brauchen kümmern, als auch um jene, die diese Hilfe leisten. Nahles will die Pflegeberufe attraktiver machen - mit besserer Bezahlung und besseren Arbeitsbedingungen. „In der Pflege muss endlich jede Pflegekraft ordentlich nach Tarif bezahlt werden“, sagt Nahles im Interview mit der Bild am Sonntag.

Um das zu erreichen, plant Arbeitsminister Hubertus Heil noch in diesem Jahr flächendeckende Tariflöhne in der Pflege durchzusetzen. Nahles: „Das Lohndumping mancher Träger hätte dann endlich ein Ende.“

„Viele Menschen haben Angst, dass ihnen die Pflegekosten über den Kopf wachsen“, stellt die SPD-Vorsitzende fest. Damit niemand Angst vor Überforderung und sozialem Abstieg haben muss – weder die zu Pflegenden noch deren Familien, schlägt Nahles eine solidarisch finanzierte Pflege vor. Eine Pflege, in der die Kosten fair verteilt sind.

Die SPD-Chefin will einen grundlegenden Wechsel einleiten: Künftig sollen die Eigenanteile der Pflegedürftigen gedeckelt werden – nicht die Leistungen. Kostensteigerungen müssten dann von der Pflegeversicherung bezahlt werden. Nahles: „Damit kann jeder Pflegebedürftige sicher sein, dass es für ihn nicht teurer wird.“

Die Parteichefin fasst zusammen: „Für die SPD ist klar: Der Staat muss sich kümmern. Die Pflege gehört zu unserem Sozialstaatskonzept, in dem der Grundgedanke gilt: Der Staat muss wieder als Partner der Bürger wahrgenommen werden.“